Fachliche Kompetenz
Wenn der Lasik-Eingriff im Ausland in einer Klinik durchgeführt wird, die das TÜV-Siegel verliehen bekommen hat, kann der Patient davon ausgehen, dass die fachliche Kompetenz der Ärzte in jedem Fall auch gegeben ist.
Wird eine andere Klinik gewählt, muss der Patient sich auf die Versprechen der Veranstalter dieser Laser-Reisen verlassen. Doch gibt es hier Erfahrungen, dass trotz der Werbeversprechungen, die Ärzte in den Laserzentren nur gebrochen deutsch sprechen, sodass wichtige Gespräche nur unter Einbindung der englischen Sprache möglich sind. Dadurch wird ein vertrauensvolles Arzt-Patienten-Gespräch so gut wie unmöglich und eine Aufklärung über die Operation kann nicht mit der in einer deutschen Klinik verglichen werden.
Deutsche Augenärzte, die die Kliniken im Ausland getestet haben, kamen im Ergebnis zu der Einschätzung, das die Aufklärung über die möglichen Risiken völlig unzureichend erfolgt. Das hat sich schon in der Qualität der Voruntersuchungen gezeigt.
Im Allgemeinen kann der Patient jedoch davon ausgehen, dass er es mit einem Spezialisten zu tun hat, auch wenn es Verständigungsschwierigkeiten geben sollte.
Die Augenlaserpatienten werden im Ausland allerdings fast ausschließlich mit der so gut wie schmerzfreien Lasik Methode behandelt, während in Deutschland immer noch gerne auf das PRK-Verfahren zurückgegriffen wird, welches schmerzhafter ist und einen längeren Heilungsverlauf hat.
Doch selbst bei gleicher fachlicher Kompetenz ist ein Eingriff im Ausland immer mit einem größeren Risiko verbunden.