Lasik Augen Lasern

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Augenlasern in Istanbul

Viele Tausend Deutsche reisen jedes Jahr in die Türkei nach Istanbul, um sich einer Behandlung der Augen mittels Laser zu unterziehen. Für die an sich aufwendige Operation bezahlen die sogenannten „Lasertouristen“ inklusive Flug und Hotelübernachtung gerade 1.500 Euro. Im Vergleich dazu kostet in Deutschland allein die Operation oft 4.000 Euro, das ist viel Geld nur für die Möglichkeit keine Brille oder keine Kontaktlinsen mehr tragen zu müssen.

Die Mehrzahl der Patienten verspricht sich von dem Eingriff eine Verbesserung der Lebensqualität, medizinische Notwendigkeit besteht eher selten. Diese Reisen nach Istanbul sind in der Regel Gruppenreisen, eine Reisegruppe besteht dann aus 12 oder mehr Personen. Innerhalb von wenigen Tagen müssen dann alle Voruntersuchungen, die für die eigentliche Operation die Grundvoraussetzung sind, durchgeführt werden. Das ist für die türkischen Ärzte der blanke Stress. Dabei kann es auch vorkommen, dass der Patient für dieses Verfahren nicht geeignet ist. Dafür ist dieser dann so weit gereist.

Die medizinischen Geräte in der Klinik sind hochmodern und oft aus Deutschland importiert. Auch alle Ärzte sind fachlich hoch qualifiziert und sehr gut ausgebildet, allerdings gibt es immer wieder Schwierigkeiten in der Kommunikation. Der Reiseleiter übernimmt dann die Funktion eines Übersetzers.

Gefährlich wird es bei der Hygiene. So ein Operationssaal muss 100 Prozent steril sein, denn in Teilen der Behandlung ist die Hornhaut ungeschützt, sind dann im OP Keime oder Bakterien sind spätere Komplikationen nicht auszuschließen..

Patienten, denen das widerfahren ist, kommen dann in deutschen Arztpraxen und bitten um Hilfe. Allein ein deutscher Arzt hat Listen von mehr als 40 Fällen nur von Betroffenen, die sich in Istanbul haben operieren lassen. 

Das Risiko einer anschließenden Komplikation ist sehr stark davon abhängig, welche hygienischen Bedingungen in den türkischen Operationssälen herrschen. Doch inwieweit die Hygienestandards erfüllt werden, merken die Patienten oft eben erst Monate später.